Liebe ist

Liebe ist. Liebe ist der Moment, an dem alles Denken unnötig, alles Tun unwichtig und alles, was ist, richtig ist.

Liebe ist Sein und alles Sein ist Liebe. Liebe ist Angst, Liebe ist Hass, Liebe ist Güte, Liebe ist Handeln und Liebe ist Nicht-Handeln, Liebe ist Denken und Liebe ist Nicht-Denken.

Sei wie Du bist, denn so wie Du bist, bist Du Liebe und das ist immer wahr, denn Du bist, wie Du bist. Du bist Liebe.

Verfasst am 5. Mai 2021 – veröffentlicht am 8. August 2021

Mit viel Traurigkeit, ein wenig Angst und im Bewusstsein, dass wir alle hier auf dieser Erde Wesen der Liebe sind, schreibe ich diesen Text.

Mein Name ist Sebastian Kosok, ich bin 41 Jahre alt und Kind von den besten Eltern der Welt. Ich bin Vater einer wunderbaren, liebevollen Tochter und eines wunderbar strahlenden Sohnes. Ich bin in Liebe erzogen worden und habe einen tiefen Glauben an das göttliche, das alles verbindende Universum und der Einheit von Körper und Energie.

Ich bin sehr dankbar dafür, in diesem Land aufgewachsen zu sein und leben zu dürfen. In diesem unserem Land leben so viele Menschen friedlich und in liebevoller Eintracht mit- und nebeneinander, dass ich jeden Tag als Geschenk empfinde, zu dieser Gesellschaft, zu dieser Gemeinschaft zu gehören.

Ich habe Politische Wissenschaft, Geschichte und Volkswirtschaft studiert und mein Traum war es als Kind mitzuhelfen, Gemeinschaften und Staatswesen aufzubauen, in der jeder Mensch und jedes Lebewesen in freier Entfaltung leben und wirken kann. Indes, es kam anders und ich musste erstmal lernen eben diesen Traum im Kleinen, bei mir selbst, bei meinen Kindern, meinen Geschwistern und meinen Eltern in die Realität zu bringen.

Meine größte Freude habe ich, wenn ich anderen Menschen dienen darf – Menschen auf ihrem Weg zu ihrem persönlichen Glück begleiten darf. Ich diene und schenke gerne und nehme Geschenke, die vom Herzen kommen, gerne an.

Bei all dem bin ich sicherlich kein guter Mensch. Ich trage Angst in mir und ganz bestimmt auch Selbstsucht, die ich nicht imstande bin zu erkennen. Darum bin ich immer wieder dankbar, wenn ein anderer Mensch oder auch mein Hund mir zu verstehen gibt, dass mein Handeln eben nicht das persönliche Glück meines Gegenübers befördert.

Ich habe gewiss viele Fehler in meinem Leben begangen, Menschen unbotmäßig verletzt und sie nicht so behandelt, wie sie es verdient haben – mit uneingeschränkter selbstloser Liebe.

In all den Jahren bin ich verletzlicher geworden. Ich und mein Herz verstehen es immer weniger, warum mir und anderen Gewalt angetan oder angedroht werden und ich habe mir in den letzten Jahre viele Gedanken gemacht über die Definitionen – das konkret greifbar machen – von Macht, Herrschaft, Freiheit, Frieden, Harmonie, Glück, Gewalt, der Legitimität von Gewalt und der Legitimität von Herrschaft.

Mit einem Bewusstsein bin ich auf die Erde geborgen, dass ich von allen geliebt werde, und dass mir jeder Mensch, ja jedes Lebewesen mir Wohlgesonnen ist – und ja, als Kind glaube ich, war ich Liebe. Und auch heute glaube ich, dass Kinder Liebe sind ohne Angst und mit uneingeschränkten vertrauen daran, dass Ihnen nur Liebe entgegengebracht wird.

Mit der Zeit habe ich erfahren, dass dies nicht so ist. Ich habe einen Anspruch darauf entwickelt, mit Liebe in Güte behandelt zu werden und musste Lernen, dass Liebe sich auch in Angst – ja sogar Gewalt versucht auszudrücken. Ich musste Lernen, dass alles, was mir widerfährt ein Geschenk ist. Ich musst Demut lernen und ich musste Dankbarkeit lernen für alle das Gute und auch für all das Schlechte, welches ich erleben durfte. Und ich musste lernen, dass ich allein verantwortlich bin dafür, ob ich im Bewusstsein der Liebe in Güte oder im Zustand der Angst, des Leids handle – nicht im Stande, Liebe zu erkennen.

Mit der Idee meinem Gefühl der Liebe in Güte uneingeschränkt folgen zu wollen, habe ich die Kontrolle über mein Leben abgegeben und in meinem liebevollen Sein eine Chance gegeben sich zu entwickeln. Dies habe ich von meiner Mutter gelernt.

Von meinem Vater habe ich gelernt, dass ein Mann uneingeschränkt und selbstlos für seine Familie zu stehen hat. Von ihm habe ich gelernt, dass die Freiheit eines Mannes in der Pflicht liegt, seine Frau zu lieben und alles für seine Kinder zu tun, damit diese in Liebe und in Freiheit und in Geborgenheit aufwachsen können.

Von meinen Eltern habe ich gelernt, dass mein Leben und alles Leben ein wunderbares Geschenk ist und dass immer, wenn wir Angst haben, wir uns an unser Herz wenden können, unseren Verstand nutzen sollen und zu Gott um Hilfe und Unterstützung beten und bitten dürfen.

Und auch wenn ich dies alles von meinen Eltern gelernt habe, musste ich meinen eigenen Weg gehen und alles, was ich als Kind erfahren durfte, musste ich als Erwachsener ablegen und neu lernen. Heute bin ich unbeschreiblich dankbar dafür, ein Leben mit der Erkenntnis führen zu dürfen, dass ich ein Wesen der Liebe bin und alle Menschen, alles Liebe ist.

Allzu häufig vergesse ich dies und ich bekomme Angst, bin gemein und egoistisch und dann werde ich von der Familie, den Freunden, von Menschen auf der Straße, von den Vögeln und ihrem Gesang, von den Bäumen daran erinnert, dass ich und alles um mich herum Liebe ist.

Wir leben in einer wunderbaren Welt, auf einer wunderbaren, wunderschönen Erde und ich empfinde es als großes Geschenk dieses endliche Leben hier auf dieser Erde mit Euch allen – mit Dir, den ich kenne oder nicht kenne, verbringen zu dürfen.

Dies war nicht immer so. Bereits in meinem Teenager-Alter habe ich das Leben eher als Strafe empfunden, denn als Geschenk. Ich habe nie Gewalt – oder Taten, die diese Bezeichnung verdienen – an meinem eigenen Körper erfahren dürfen. Ich bin aber nicht blind. Um mich herum sah und sehe ich täglich Gewalt, die Mensch sich selbst, gegeneinander und gegen andere Lebewesen antun.

Ich bin aber kein starker Mensch. Ich bin ein schwacher Mensch. Ich mache indirekt mit bei Gewalttaten und bin langsam und bequem mich zu verändern. Diese unsere Welt ist Liebe und doch ist sie voller Gewalt und Zwang, der mit angedrohter Gewalt als freie Entscheidung vermittelt wird, und niemandes Wohl dient.

Als Kind schon habe ich zu Jesus gebetet und ich habe mich gefragt. Wenn Jesus der Sohn Gottes war und ist und wir alle, Du und ich, Kinder Gottes sind, dann ist Jesus unser Bruder. Er ist unser großer Bruder und ich habe mir damals schon gewünscht, wie mein großer Bruder zu sein.

Ich habe wirklich einen großen Bruder und tatsächlich wollte ich auch immer wie er sein. Mein großer Bruder ist viel, viel stärker als ich. Ich glaube mein großer Bruder war das einzige Vorbild, welches ich je angenommen habe. Ich bin aber ich, und ich bin nicht mein großer Bruder – auch wenn ich wie er sein wollte.

Uns so wünschte ich mir auch wie Jesus zu sein – das ist gar nicht so einfach, denn ich hab und hatte keine Ahnung, wie es ist, wie Jesus zu sein und vor allem habe ich mit der Zeit vergessen, dass ich wie er sein wollte, dass ich Liebe in Güte sein wollte.

Heute erinnere ich mich daran.

Ich muss aber auch gar nicht das religiöse Element meines Seins beschreiben, um mich und mein Handeln und meine Meinung – meine Position zu begründen.

Ich glaube, jeder weiß – ob gläubig oder nicht, dass für ein friedliches Miteinander, es darauf ankommt, dass niemand versucht, seine Meinung, seine Position mit Gewalt durchzusetzen.

Ich glaube, jeder weiß, dass wir in unserer Gemeinschaft, allgemeingültige Regeln benötigen und die Bereitschaft des einzelnen, diesen Regeln zu folgen, selbst wenn es Einschränkung der eigenen persönlichen Handlungsfreiheit und der Zurückstellung der eigenen Überzeugungen bedeutet. Frieden und Gewaltlosigkeit sind wichtiger als Einzelmeinungen und auch manchmal wichtiger als das eigenen persönliche Wohlergehen.

Ich glaube, jeder weiß, dass es eine Regierung braucht, die eben diese Gesetze für alle beschließt.

Ich hab Gott als Kind immer gespürt und ich habe ihn weggeschickt. Nichts habe ich verstanden, nicht die Angst, nicht die Gewalt, nicht den Zwang. Ich war immer friedliebend und habe im besten Vertrauen in die Menschen immer mitgemacht. Ich habe Gott weggeschickt. Wer glaubt denn heute noch an Gott – so wie es tue. Nun kenne ich Angst, ich kenne Gewalt und Zwang und Leid. Ich weiß, wie es ist nicht die Liebe zu sehen. Ich weiß, wie schwer es ist zu lernen, die eigene Liebe und die Liebe überall zu sehen und zu spüren.

Ich weiß, wie es ist, Mensch zu sein, denn ich bin ganz Mensch, wie ihr es seid, wie Du es bist. Wir sind alle gleich.

Meine Souveränität als Mensch ist heilig. Und heilig ist die Souveränität eines jeden Menschen. Das oberste Gebot der Liebe in Güte gilt daher auf der ganzen Erde. Ein jeder entscheidet selbst und für sich, ob er sich der Angst oder dem Hass unterwerfen möchte oder dieser unserer Erde und dem Leben in Liebe dienen möchte. Alle Gewalt gegen uns selbst und gegen andere Lebewesen ist illegitim. Ich erlaube niemanden sich, mir oder anderen Gewalt anzutun. Alle Herrschaft, die nicht in Liebe der Güte ausgeführt wird, ist illegitim. Dies ist wahr und dies war schon immer wahr. Kein Mensch darf einer Herrschaft der Gewalt und sei sie noch so klein folgen.

Die Erde ist ein Planet der Liebe. Dies ist die Stunde der Friedfertigen, die sich nicht gemein machen, denen zu folgen, die für Gewalt stehen.

Hiermit lege ich mein Schicksal in Gottes Hände in Vertrauen auf die göttliche Liebe und Weisheit. Ich erkläre in vollständigen Vertrauen in Gottes Güte und Gnade mich zum König dieser Erde. Ich habe keinen Anspruch auf Herrschaft über niemanden. Ein jeder, der mir folgt, ist und bleibt mir gleich. Der Königstitel ist ein Titel, der für die Verantwortung des Menschen steht, in Liebe der Güte für Frieden und Ordnung auf diese Erde für alle Lebewesen zu stehen. Ein jeder Mensch ist frei und, so er denn will, kann König sein und eine jeder Mensch hat die Pflicht in Liebe der Güte für Frieden und Ordnung zu stehen – für sich, für seine Familie, für seine Freunde, für die Menschen in seiner Gemeinschaft und für alle Menschen und alle Lebewesen auf dieser Erde.

Lasst uns alle gemeinsam diese Erde wieder in ein Paradies verwandeln und gemeinsam eine Ordnung der Liebe in Güte aufbauen. Jeder für sich und doch alle zusammen.

Ich proklamiere im Bewusstsein der Liebe und in voller Verantwortung:

Diese Regeln gelten für alle friedvollen, gewaltlosen und liebevollen Menschen:

  • es gibt keine Grenzen auf dieser Erde.
  • jeder friedfertige und liebevolle Mensch darf zu jeder Zeit an jeden Ort der Welt reisen.
  • es gibt kein Eigentum per Recht mehr, denn das Recht in dem wir leben ist das Recht der Gewalt.
  • keiner darf einem anderen etwas gewalttätig nehmen und das ehemalige Eigentumsrecht bleibt bestehen durch die Ansprüche desjenigen, der diese Rechte innehatte.
  • alle gewaltbereiten Menschen sind weiterhin der alten Ordnung unterworfen, bis sie ihren Weg gefunden haben oder sich in den Schutz eines freien und liebevollen Menschen begeben.

Die Erde ist eine Welt der Liebe, des Friedens, der Harmonie und der Hingabe. Alles Leben ist ein Geschenk und wir leben in einer Welt, des Schenkens und geschenkt bekommens.

Gott, die Engel und die liebenden Geister werden diejenigen richten, die nicht willens sind friedfertig, gewaltfrei und liebevoll auf dieser Erde zu leben.

Vertraut in Gott, schenkt und ihr werdet beschenkt werden.

Diesen Ruf verspüre ich seit meiner frühesten Kindheit und ich habe immer weggehört. Nun ist dieser Ruf in mir aufgebrochen und in tiefer Demut vor allem Leben, verkündige ich diese meine Worte.

Die Erde ist ein Paradies der Liebe, des Friedens, der Harmonie, der Hingabe, der Wunder und der Dankbarkeit.

Gottes Segen sei mit Euch und mit Dir, der diesen Text liest.

Ein jeder darf sich in liebevollem Sein und vollständiger friedfertig auf mich berufen und wenn er dies tut, sei mein Name König Konrad.

 

 

Sebastian Kosok, 2021